Wissen veraltet ganz schnell

Der Mensch ist bei der Meisterung des  Lebens öfter auf sich allein gestellt.

Man trifft auf eine gefährliche und gefährdete Welt, die geprägt ist durch viele Gegensätze.

Eine allgegenwärtige Mediengesellschaft versucht jeden einzelnen zu manipulieren, mit so vielen Botschaften, dass er zwischen  ihnen kaum eine verlässliche Wahrheit findet.

Wie muss der Mensch beschaffen sein, der in solch einer Welt bestehen kann?

Weil Wissen so schnell verfällt, müssen Kinder lernen, sich zunehmend selbst und ohne fremde Hilfen neues Wissen anzueignen. 

Weil der Versuch der Manipulation allgegenwärtig ist, müssen die Kinder lernen, Dinge selbständig zu durchdringen, bis sie zu einem unabhängigem Urteil kommen, auf das sie ihr Handeln gründen.

Die Kinder müssen im Hinblick auf ihr Handeln ein Selbstvertrauen erwerben, das jeder Krise stand hält. Um das zu gewährleisten müssen alle Kinder an einer Schule in irgendeiner Weise Erfolg haben.

Allerdings schlägt so viel Selbstvertrauen auch gern in gnadenlosen Egoismus um. Deswegen kommt ein entscheidender Punkt dazu.

Kinder müssen systematisch lernen, die Perspektive  anderer einzunehmen. Diese Kompetenz kann die Gesellschaft vor dem Auseinandertriften bewahren, denn auf ihr fußt das soziale Handeln. Sie macht den Mensch nicht nur mitfühlend, sondern auch teamfähig.

Aus einem Vortrag von Wolfgang Edelstein - Professor für Bildungsforschung